Produktivität - Steigerung - Effektivität
Die 8 besten Methoden zu höherer Produktivität
6. Oktober 2018
Ehrlichkeit - Veränderung - Selbstreflexion - Selbsterkenntnis - Spiegelbild
Sei immer ehrlich zu Dir selbst
20. Oktober 2018
Veränderung - Veränderungsmanagement - Mauer einschlagen, einbrechen, einreißen - Beifreiuungsschlag

Wie Du notwendige Veränderungen erfolgreich umsetzt

Geschrieben von Alex, am 13.10.2018

 

Häufig sind die notwendigsten Veränderungen auch diejenigen, die uns in der Umsetzung am schwersten fallen. Damit es Dir zukünftig leichter fällt, Veränderungen auch wirklich zu realisieren, möchten wir Dir in diesem Beitrag ein paar Tipps geben.

Karl Allmer mit seinem Blog „Lebenkuenstler“ hat zu einer Blogparade mit dem Thema „Chancen zur Veränderung“ aufgerufen. Da Veränderungen als Chance auch aus unserer Sicht außergewöhnlich wichtig sind, hat uns das motiviert, mitzumachen und diesen Blogeintrag zu schreiben.

 


Die Grundlagen der Veränderung

Im Grunde genommen gibt es zwei unterschiedliche Formen von Veränderung – die äußere und innere Veränderung:

Wenn ich bei der Arbeit Probleme mit meinem Chef habe, kann ich versuchen, besser mit der Situation klarzukommen und psychologische bzw. mentale Veränderungen umsetzen. Hiermit würde ich eine innere Veränderung anstreben. Ich kann aber auch einfach den Arbeitsplatz wechseln, was einer äußeren Veränderung entspräche.

Welche Veränderung am sinnvollsten ist, oder ob sogar beide notwendig sind, hängt von der spezifischen Situation ab. Meistens empfiehlt es sich aber, zuerst die innere Veränderung herbeizuführen und zu schauen, ob sich die Situation in die gewünschte Richtung entwickelt. Ist dies nicht der Fall, so kann man dann eine äußere Entwicklung anstoßen.

Eine Veränderung findet in der Regel in drei Phasen statt:

  1. Erkenntnis:
    Zuerst musst Du erkennen, dass eine Veränderung für Dich nötig ist.
  2. Veränderung definieren:
    Du legst fest, was sich verändern muss und wie Du es verändern möchtest.
  3. Umsetzung:
    Du setzt Deine konkreten Maßnahmen um, bis sich die Veränderung wirklich etabliert hat.

 

Erkenntnis der Notwendigkeit

Häufig ist der Vorläufer einer Veränderung eine Unzufriedenheit mit der momentanen Situation. Hier ist der Schlüssel eine gute Verbindung zu Dir selbst. Bevor wir eine Unzufriedenheit oder einen Veränderungswunsch bewusst bemerken, gibt es bereits viele unbewusste Anzeichen dafür. Durch Achtsamkeit kannst Du lernen diese früher wahrzunehmen. Man hört immer wieder von Menschen, die mit dem Rauchen erst aufhören, wenn sie dadurch ernsthaft krank geworden sind. Meist gab es aber davor schon genügend Anzeichen dafür, dass das Rauchen der Gesundheit schadet, nur wurden diese mit der Zeit ausgeblendet.

So weit wollen wir es nicht kommen lassen und rechtzeitig notwendige Veränderung erkennen! Dazu musst Du auf Dein „inneres“ hören. Du musst versuchen, Warnsignale zu erkennen und herauszufinden, was Du wirklich brauchst. Dies geschieht hauptsächlich auf der Gefühlsebene beziehungsweise der mentalen Ebene, weshalb es dafür manchmal sinnvoll sein kann, nur auf Deine Gefühle zu hören, ohne sie rational erklären zu wollen. Um Veränderungswünsche zu erkennen, können Dir auch die Tipps aus dem Beitrag zur Selbsterkenntnis weiterhelfen.

Wenn eine notwendige Veränderung erkannt ist, gibt es grundsätzlich zwei Wege, wie man damit umgehen kann. Entweder Du nutzt Sie als Chance für etwas Neues, um Dich besser zu fühlen oder Du blockierst und ignorierst sie:

Zitat - Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen - Be-Rocket - Chinesisches Sprichwort - Veränderung

„Mauern zu bauen“ kann zwar kurzfristig der leichtere Weg sein, aber sich durchgängig vor Veränderungen zu verschließen und negative Gefühle zu unterdrücken ist meistens schlecht für das seelische Wohlbefinden. Wie im vorstehenden Beispiel zum Rauchen beschrieben, kann sich dies sogar negativ auf die körperliche Gesundheit auswirken. Um dagegen langfristig glücklich und zufrieden zu sein, muss man „Windmühlen bauen“ und wenn nötig, bereits vorhandene Mauern einbrechen.

 

Veränderung definieren

Sobald Du Deinen Veränderungswunsch erkennst, ist der nächste Schritt klar:
Du musst Dir Gedanken darüber machen, was Du ganz konkret verändern willst und wie Du das machen möchtest.

Hier liegt häufig die erste große Hürde. Ganz besonders, wenn wir schon sehr lange in unseren Verhaltensmustern stecken oder wir es nicht anders kennen, fällt es uns schwer, überhaupt Alternativen zu erdenken. Wir müssen zuerst mental aus alten Denkmustern ausbrechen, damit wir neue Pläne schmieden können. Hier ein paar konkrete Tipps, die Dir dabei helfen können.

Emotionen als Brücke zu Deiner Vorstellung:
Versetze Dich emotional in den Zielzustand, also genau den emotionalen Zustand, den Du mit Deiner Veränderung erreichen willst. Wenn Du dich schon mal so gefühlt hast, kannst Du auch diese Erinnerung nehmen, um die Emotion auszulösen. Fühle Dich so gut es geht hinein, ohne Dich dabei von anderen Gedanken hindern zu lassen. Wenn Du Deine Zielemotion wirklich spürst, dann frage Dich, was sich in Zukunft verändern muss, damit Du Dich so fühlen kannst. Je nach Thema kannst Du unterschiedliche Eigenschaften durchdenken. Was muss sich an Deiner Umgebung, Deiner Wohnung, Deinem Beruf, Deinem Körper, Deiner Kommunikation etc. verändern?

Begib Dich an neue Orte:
Neue Orte bringen häufig auch neue Gedanken. Dafür musst Du aus Deiner Alltagsumgebung heraus:
Mache einen Wochenendausflug, einen Urlaub oder wenn nötig sogar eine Weltreise. Wenn Du dafür keine Zeit hast, dann mache einen Waldspaziergang oder Ähnliches – Hauptsache raus aus dem Alltag. Du kannst auch alte Orte besuchen, Die Du mit etwas Positivem verbindest und die Du schon lange nicht mehr besucht hast. Das kann Dir dabei helfen, Dich auf alte Werte zu besinnen.

Tausche Dich mit Menschen aus:
Sprich mit nahestehenden Personen, die Dich bereits in der Vergangenheit als gute Berater über Deine Vorstellungen und Deine Veränderungswünsche unterstützt haben. Überlege Dir dabei gut, wer Dir in dieser Phase am besten weiterhelfen kann. Du kannst natürlich auch Kontakt zu neuen Leuten knüpfen, die vielleicht schon mal eine ähnliche Veränderung umgesetzt haben.

Suche Dir einen Coach:
Suche Dir einen professionellen Coach, mit dem Du Deine Veränderung strukturiert planen kannst. Dieser kann Dir auch dabei helfen, einen neutralen Blick von außen auf Deine Situation zu werfen. Wenn Dir ein Coach zu teuer ist, dann nimm Dir einen Onlinekurs, ein Hörbuch oder ein Buch. Hier bekommst Du neue Ideen, Methoden und Vorgehensweisen, die Dich unterstützen. Am Ende des Beitrags haben wir ein paar Beispiele dazu für Dich aufgelistet.

Etabliere neue Verhaltensweisen/Hobbys:
Hier bieten sich Tätigkeiten an, die sich positiv auf Deinen Geist und Körper auswirken. Das sind sportliche Tätigkeiten, wie Laufen, Schwimmen, Volleyball, oder geistige, wie Meditation und Mentaltraining. Regelmäßig ausgeübt kann Dir das dabei helfen, Deine Selbstwahrnehmung zu verändern und auf neue Gedanken zu kommen.

 

Umsetzung der Veränderung

Die häufigsten Ursachen für gescheiterte Veränderungen sind fehlende Planung, inkonsequente Umsetzung und fehlende Motivation. Im Folgenden unsere Gedanken und Tipps dazu.

Planung:
Damit Deine Umsetzung gelingt, musst Du genau wissen, welches Ziel Du erreichen möchtest. Deine Ziele sollten dabei S.M.A.R.T. definiert sein:

S – Spezifisch
M –  Messbar
A – Attraktiv
R – Realistisch
T – Terminierbar

Hier gibt es noch einen wichtigen Zusatz. Du solltest auch wissen, wie sich das Ziel für Dich anfühlt. Das ist besonders wichtig, denn Emotionen sind die Triebfedern unseres Handelns. Es hilft Dir nicht wirklich, wenn Du Dein S.M.A.R.T. formuliertes Ziel erreicht hast und dabei unglücklich bist. Im Vorfeld zu überprüfen, welche Emotion das Ziel bei Dir auslöst, hilft Dir einzuschätzen, ob es ein wertvolles Ziel ist. Außerdem mobilisieren Emotionen die Fähigkeiten Deines Unbewussten und motivieren Dich. Mehr zu S.M.A.R.T erfährst Du in dem Artikel „Die SMART Methode“ (externer Link).

Inkonsequente Umsetzung:
Unangenehme Aufgaben, Veränderungen oder Gespräche schieben wir häufig auf. Meistens finden wir dafür auch noch scheinbar gute Gründe, die aber eigentlich Ausreden sind (siehe Dir dazu auch den Beitrag zur Proaktivität an).
Eine einfache Methode, dies zu verhindern, heißt „Eat the Frog first“. Dieses amerikanische Sprichwort bedeutet einfach nur, die unangenehmste Aufgabe gleich zu machen. Bei wirklich wichtigen Aufgaben, die Du schon lange vor Dir herschiebst und unbedingt machen musst, kannst Du auch eine Stufe weiter gehen. Du machst keine andere Aufgabe, bis Du die unliebsame Aufgabe erledigt hast. Dadurch verhinderst Du, dass Du doch andere Aufgaben vorschiebst. Weitere Produktivitätsmethoden findest Du in dem Artikel „Die 8 besten Produktivitätsmethoden“.

Fehlende Motivation:
Fehlendes Durchhaltevermögen und nur zögerliches Handeln können Konsequenzen von fehlender Motivation sein. Selbst, wenn das nicht Deine Probleme sind, macht eine starke Motivation zur Veränderung einen großen Unterschied in der Umsetzung. Vieles fällt Dir dadurch einfacher und macht auch mehr Spaß. Für eine grundlegende Motivation ist wichtig zu wissen, warum Du etwas verändern möchtest. Lies Dir dafür am besten den Beitrag „Wenn Du weißt, warum Du etwas tust…“ durch.

 

Fazit und abschließende Tipps

Nimm Dich selbst und Deinen Veränderungswunsch so früh wie möglich bewusst war. Finde Wege, auf neue Gedanken zu kommen und dann plane Deine Veränderung. Lege Dabei großen Wert auf Deine Emotionen, denn sie dienen Dir als Wegweiser. Motiviere Dich für die Umsetzung und setze die Veränderung, vor allem, wenn sie Dir wichtig ist und und Dich die zu verändernde Situation belastet, an erste Stelle.

Wenn Du Dich weiter mit dem Thema Veränderungen und wie Du sie umsetzen kannst befassen möchtest und Dir noch die nötige Selbstdisziplin fehlt, dann empfiehlt sich das Buch „Wie aus kleinen Veränderungen große Unterschiede werden“* von Tony Robbins.

Wir hoffen, Dir haben diese Tipps geholfen. Wenn Du noch Fragen oder Anregungen dazu hast, dann lass uns doch einfach unten einen Kommentar da.

 

 

Quellen
Wie aus kleinen Veränderungen große Unterschiede werden – Tony Robbins:
https://amzn.to/2NB2ly5*

Hinweis
Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Partnerlinks. Wenn Du auf so einen Link klickst und den Artikel kaufst, bekommen wir eine Provision. Der Preis bleibt für Dich der gleiche.

Unterstützung
Wie immer freuen wir uns, wenn Du einen anregenden Kommentar dalässt oder diesen Beitrag teilst:

3 Kommentare

  1. Karl sagt:

    Hi Alexander, recht herzlichen Dank für deinen wertvollen Beitrag. „Neue Orte bringen häufig auch neue Gedanken. Dafür musst Du aus Deiner Alltagsumgebung heraus.“. Finde ich persönlich auch ganz wichtig. Besten Dank dafür. Lg Karl

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.