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Starte mit dem Warum, Goldener Kreis, Simon Sinek

Wenn Du weißt, warum Du etwas tust, dann wirst Du es auch erfolgreich tun

Von Daniel am 25.08.2018

 

Weshalb sind manche Menschen deutlich erfolgreicher als andere, trotz scheinbar gleichen Voraussetzungen? Die meisten Menschen kennen zwar die Ursache und den Zweck für ihr Tun – sie arbeiten beispielsweise, weil sie Geld verdienen müssen, manche auch, weil es ihnen Spaß macht – die wenigsten wissen aber, warum sie wirklich arbeiten. Sie wissen also nicht, was für sie persönlich der Grund, das Motiv oder der Sinn dahinter ist. Zu wissen, warum man etwas tut, kann eine tiefliegende und vor allem langfristige Motivation wecken. Wenn Du erfahren möchtest, wie Du diese Motivation in Dir erzeugen kannst, dann solltest Du weiterlesen…

 

Wieso, weshalb, warum

Diese drei Fragewörter werden meistens synonym, also als gleichbedeutend verwendet – auch wir kannten den Unterschied vorher nicht. Um aber zu wissen, warum man etwas tut, muss man auch wissen, für was dieses „Warum“ eigentlich steht und was die Unterschiede zu dem „Wieso“ und „Weshalb“ sind:

  • Wieso Du etwas tust ist die Frage nach der Ursache. Auf die Arbeit bezogen ist die Antwort darauf meistens: Um Geld zu verdienen und zu „überleben“. Meist stecken dahinter logische, praktische und instinktive Begründungen.
  • Weshalb Du etwas tust ist die Frage nach dem Zweck. Beispielsweise um Spaß zu haben, etwas zu lernen, Kontakte zu knüpfen und Anerkennung zu finden etc.
  • Warum Du etwas tust ist die Frage nach dem Grund, Motiv oder Sinn, der dahintersteckt. Es geht um die Vision, Werte, Einstellung, Bestimmung, Überzeugung sowie das Bauchgefühl, das Richtige zu tun.

 

Die langfristige unbewusste Motivation des „Warum“

Die Motivation durch ein „Wieso“ ist meistens extrinsisch bedingt, das heißt, es ist eine Motivation von „außen“, wie z.B. finanzielle Anreize. Das Problem ist, dass eine extrinsische Motivation immer nur kurzfristig anhält. Man verliert die Motivation meistens schneller wieder als man erfolgreich sein und sein gesetztes Ziel erreicht, wenn es denn überhaupt ein direktes Ziel gibt. Aus der Schule kennen wir das noch sehr gut. Wir haben häufig Hausaufgaben gemacht, damit wir keinen Ärger oder schlechte Noten von dem Lehrer bekamen.

Die Motivation durch „Weshalb“ kann auch langfristig wirken, aber nur, solange ein Zweck vorhanden ist. Bei Spaß als Zweck verliert sich die Motivation schnell, wenn das Tun keinen Spaß mehr macht. Auch diese Art der Motivation ist eher extrinsisch und intuitiv gesteuert. Wenn sich also äußere Umstände ändern, dann hat dies meistens auch direkte Auswirkungen auf unsere Emotionen, wodurch der Zweck verloren geht. Eine solche Art von Motivation sind bspw. oberflächliche Neujahrsvorsätze, die dann selten über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden.

Hinter der Motivation durch ein „Warum“ steckt eine Vision, eine Mission, ein tiefgründiges Ziel das erreicht werden soll. Das führt zu einem intrinsischen Antrieb, der langfristig wirkt, da er von innen heraus, von dem Bauch oder von dem Herzen geleitet wird. Die durch das „Warum“ geweckte Motivation lässt sich nur schwer von äußeren Umständen beeinflussen. Wenn sich die Bedingungen verschlechtern und es keinen Spaß mehr macht, dann wird nicht aufgegeben, sondern an der Vision festgehalten. Aus dem „Warum“ entwickelt sich mit der Zeit ein unabdingbares Verlangen, das die Grundlage der Erfolgspsychologie von Napoleon Hill darstellt. Schau Dir dazu auch unseren Artikel „Der zuverlässige Weg zu Deinem Erfolg“ an.

 

Der „Goldene Kreis“ von Simon Sinek

Die Frage nach dem „Warum“ lässt sich auch auf eine ganze Unternehmenskultur ausweiten. Der Kulturanthropologe (https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturanthropologie) Simon Sinek ist der Frage nach dem „Warum“ von Unternehmen näher auf den Grund gegangen. Er hat untersucht, welchen Zusammenhang das „Warum“ auf den Unternehmenserfolg hat.

Sein Ergebnis: Der Unterschied liegt in der inneren Einstellung der Unternehmen. Das „Warum“ zu kennen führt zu einem größeren Erfolg – trotz ansonsten gleicher Umstände. Deswegen beginnt ein großer Erfolg eines Unternehmens meistens mit der Vision einer Führungspersönlichkeit. die es schafft, diese Vision auf das ganze Unternehmen auszuweiten.

Eine Unternehmensvision führt zu intrinsischer Motivation der Mitarbeiter. Diese lassen sich inspirieren und entwickeln ein unbedingtes Verlangen, ein Teil der Vision zu sein. Sie kommen deshalb nicht nur wegen des Geldes zur Arbeit und bleiben dem Unternehmen auch dann treu, wenn es unbequem wird. Die Vision überträgt sich durch entsprechendes Marketing dann auch auf die Kunden, welche Produkte kaufen, weil sie einen Sinn dahinter sehen und ebenfalls Teil der Vision sein wollen.

Aus den Erkenntnissen hat Simon Sinek den „Goldenen Kreis“ entworfen, der das „Warum“, „Wie“ und „Was“ in konzentrischen Kreisen anordnet:

Goldener Kreis, Simon Sinek, Zitat, Starte mit dem Warum, Start with why

 

Seine Feststellung ist, dass die meisten Unternehmen den „Goldenen Kreis“ von außen nach innen verfolgen und meist sogar nicht bei dem „Warum“ ankommen, entsprechend auch keine Vision verfolgen.

Die wirklich erfolgreichen Unternehmen haben eine Vision entwickelt und kennen ihr „Warum“, sodass diese in dem „Goldenen Kreis“ von innen nach außen arbeiten. Es wird zuerst entwickelt, wie die Vision erreicht werden kann und dann was das entsprechende Ergebnis bzw. das Produkt sein soll.

Seine eigene Vision, nämlich das Vermitteln des „Goldenen Kreises“, verfolgt Simon Sinek inzwischen als Unternehmensberater und Autor. Sein Buch „Start with why“* ist ein Bestseller, wahrscheinlich gerade deswegen, weil man seine Vision spüren kann und intrinsisch motiviert wird, dieses Buch auch zu lesen.

In dem Buch werden auch zahlreiche Erfolgsbeispiele erwähnt, die inspirieren. Unter anderem beschreibt und analysiert er den Erfolg von Apple durch Steve Jobs, von den Gebrüdern Wright mit dem ersten bemannten Fluggerät sowie von Martin Luther King.

Die Erklärung seines „Goldenen Kreises“ ist eines der meistgeklickten TEDx-Videos überhaupt und absolut sehenswert:

Sinek hat neben dem goldenen Kreis inzwischen mehrere Theorien aufgestellt, die eine gute Führungskraft ausmacht.

 

Finde Dein persönliches „Warum“

Wie im Titel angepriesen musst Du für Deinen außerordentlichen Erfolg Dein persönliches „Warum“ finden und Deine Vision definieren. Was ist der Sinn und der Grund, warum Du etwas tust? Warum stehst Du am Morgen auf und tust, was Du tust? Das „Warum“ lässt sich also nicht nur auf die Arbeit, sondern vor allem auch auf Persönliches und Beziehungen projizieren.

Die folgenden Fragestellungen können Dir dabei helfen, Dein persönliches „Warum“ zu finden:

  • Warum willst Du ein bestimmtes Ziel erreichen und welche Bedeutung hat es für Dich?
  • Was würdest Du empfinden, wenn Du dieses Ziel erreicht hättest und darauf zurückblicken würdest?
  • Wie würde Deine Zukunft aussehen, wenn Du ab jetzt Deine Vision verfolgst, bis Du Dein gesetztes Ziel erreicht hast?
  • Wie wirst Du Dich fühlen, wenn Du an Deinem gesetzten Zielzeitpunkt zurückblickst und Dein Ziel nicht erreicht hast?
  • Welches Ziel willst Du in den nächsten 5 und welches in den nächsten 10 Jahren erreicht haben?

 

Wenn Du dich tiefgründiger mit Deinem persönlichen Warum beschäftigen willst, dann können wir Dir auch das erweiternde Buch „Finde Dein Warum“* von Sinek empfehlen.

 

Fazit

Wenn Du aus Deiner Vision Realität machen willst, dann finde Dein „Warum“. Suche Antworten auf die Fragen, die Dir dabei helfen können. Wenn Du Deine Vision gefunden hast, hänge sie in Deinem Zimmer auf, wo Du sie jeden Tag siehst.

Du sollst Dir Deine eigene Vision so oft und so lange vor Augen führen, bis Du sie verinnerlicht hast und damit Deinem Erfolg nichts mehr im Wege steht. Es wird Dir helfen, Deine gesetzten Ziele zu erreichen, ganz egal ob in der Schule, im Studium, Beruf oder privat. Sobald Du weißt, warum Du sie erreichen willst, wirst Du ein Verlangen entwickeln, dass Dich auch die größten Hürden überwinden lässt.

Denke daran, dass auch das unmöglich Erscheinende möglich wird, wenn nur der Wille dazu vorhanden ist. Sei aber dennoch realistisch: Wenn Dich Dein Weg nicht zum gewünschten Ziel bringt, solltest Du dies akzeptieren. Reflektiere und analysiere die Ursachen, die dazu geführt haben, und passe Deine Zielsetzung mit diesem Wissen den realen Bedingungen an. Du kannst aus jedem Rückschlag lernen! Wir wünschen Dir viel Erfolg dabei, Dein persönliches „Warum“ zu finden und eine unaufhaltbare intrinsische Motivation zu entwickeln.

 

 

Quellen:
„Start with why“ – Simon Sinek:
https://amzn.to/2Nh6R5L

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