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Verschaffe Dir den absoluten Überblick aller wichtigen Persönlichkeitstests

Von Daniel am 30.06.2018

 

In unserem Artikel „Was ist ein Persönlichkeitstest…“ hast du erfahren, für was ein Persönlichkeitstest gut ist und was er Dir bringen kann. Dabei gibt es die vielfältigsten Variationen und Abwandlungen, sodass man leicht den Überblick verliert.  Im folgenden Artikel haben wir die bekanntesten und unserer Meinung nach wichtigsten Persönlichkeitstests beschrieben. In einer Infografik haben wir die wichtigsten Tests kategorisch eingeordnet um Dir den absoluten Überblick zu verschaffen.

 

Objektive und projektive Persönlichkeitstests

Persönlichkeitstests lassen sich grundsätzlich in „objektiv“ und „projektiv“ unterscheiden. Unter objektiv versteht man einen sachlich neutralen Persönlichkeitstest, welcher nach einem bestimmten Muster oder Schema durchgeführt wird. Solche Tests sind nur von der Person abhängig, die den Test durchführt, und nicht von der auswertenden Person beeinflussbar. Das erklärt sich dadurch, dass die meisten solcher Tests computerbasiert durch einen Algorithmus gelöst werden.
Nahezu alle Persönlichkeitstests sind objektiv und auch nur solche sind als Selbsttest ohne Hilfe eines Psychologen durchführbar.
Projektive Tests sind absolut abhängig von der Einschätzung einer auswertenden Person, was in den meisten Fällen der Psychologe ist. Der wohl bekannteste unter den projektiven Persönlichkeitstests ist der Rohrschachtest. Hier soll ein bestimmtes Muster hinter einer zunächst undefinierbaren Grafik erkannt werden. Je nachdem, welches „Bild“ darin gesehen wird, wertet der Psychologe die Persönlichkeit aus. Diese Art von Persönlichkeitstest wird in unserem Blog nicht weiter betrachtet, da solche nicht zur Selbstreflexion dienen, sondern vielmehr zur Identifikation von Psychosen oder anderen psychischen Krankheiten. Bei unserer vorstehenden Infografik sind alle, mit Ausnahme der als projektiv dargestellten, Persönlichkeitstests objektiv.

 

Kategorische Einordnung von Persönlichkeitstests

Die bekanntesten und unserer Meinung nach wichtigsten Persönlichkeitstests wurden wie folgt kategorisch eingeordnet:

  • Esoterisch
  • Psychometrisch
  • Wirtschaftlich
  • Berufsfindung
  • Projektiv
  • Sonstige

Da viele Persönlichkeitstests mehrere Ausrichtungen haben, sind in der Infografik auch Überschneidungen zwischen zweier Gruppierungen dargestellt. Darüber hinaus gibt es auch Persönlichkeitstests, die sogar drei oder mehr Gruppierungen zuordenbar wären. Wir haben uns aufgrund der Übersichtlichkeit aber auf die Kennzeichnung von den zwei prozentual größten Überschneidungen beschränkt.

Welche Persönlichkeitstests gibt es? Einordnung aller Persönlichkeitstest zu Kategorien
– Für gesamte Infografik Bild anklicken –

 

Grundlagen der meisten Persönlichkeitstests

Die Typenlehre nach C. G. Jung:

Die Basis der meisten aufgeführten Persönlichkeitstests bildet die Typenlehre nach C. G. Jung. Dieser hat in den 1920er Jahren die Grundlage anhand einer Einteilung von vier persönlichen Kompetenzen gelegt:

  • Denken
  • Fühlen
  • Intuition
  • Empfinden

Die Ausprägungen werden jeweils in ex- und introvertiert unterteilt. Bekannte und anerkannte Abwandlungen oder Erweiterungen nach der Typenlehre von Jung sind

Diese wiederum können nochmal in verschiedene Erweiterungen gesplittet werden. Ein beliebter, abgewandelter Test zum MBTI ist der Kersey-Temperament-Sorter. Dieser ist dem MBTI sehr ähnlich, aber im Gegensatz zu diesem zur Verwendung freigegeben und damit kostenlos im Internet durchführbar.
Die Differenzierung der persönlichen Kompetenzen wird bei solchen Tests „ipsativ“ vorgenommen. Das heißt, aus den Verhaltensweisen und Fähigkeiten, die Du in der Vergangenheit gezeigt hast, lassen sich Tendenzen ableiten, wie Du in bestimmten Situationen auch in Zukunft reagieren wirst.


– Für gesamte Infografik Bild anklicken –

 

Die „Big Five“ Typenlehre:

Eine weitere Basis vieler Persönlichkeitstests bildet der „Big Five“, welcher um 1930 erarbeitet wurde. Der Ansatz hierbei ist die Differenzierung von fünf Persönlichkeitstypen anhand sprachlicher Muster:

  • Offenheit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Extraversion (Umgänglichkeit)
  • Verträglichkeit (Belastbarkeit und Empathie)
  • Neurotizismus (Emotionalität)

Der Big Five findet sich auch oft unter der Bezeichnung Fünf-Faktoren-Modell (FFM). Im Vergleich zu allen Persönlichkeitstests ist der Big Five der am meist bekannteste und verwendete Persönlichkeitstest. Dieser Test ist im Gegensatz zu den vorstehend genannten ipsativen Tests ein normativer Test, bei welchem die Ergebnisse als Ausprägung in Balkendiagrammen bzw. Skalen ausgegeben werden. Auf vielen Plattformen wird auch die Möglichkeit geboten, seine Ergebnisse direkt mit dem Durchschnitt aller anderen, die den Test durchgeführt haben, zu vergleichen.
Auch von diesem Test gibt es einige Abwandlungen und Erweiterungen. Ein sehr bekannter Test, der darauf basiert, ist das Bochumer-Inventar zur Persönlichkeitsentwicklung (BIP), bei welchem die genannten Typen/Kategorien auf das Arbeitsverhalten angepasst und erweitert wurden.


– Für gesamte Infografik Bild anklicken –

 

Fazit

Unsere aktuellen Infografiken und der ergänzende vorstehende Artikel soll sicher nicht die letzte Version darstellen und bietet Dir nur eine von vielen möglichen Zusammenstellungen von Persönlichkeitstests. Es gibt sehr viele Überschneidungen zwischen den einzelnen Tests weshalb einzelne Eingruppierungen sicher auch anders dargestellt werden könnten. Außerdem gibt es auch noch einige Tests mehr wie hier aufgeführt. Diese kategorische Einordnung hilft Dir aber vor allen Dingen einen Überblick über die wichtigsten Persönlichkeitstests zu bekommen. Welche Persönlichkeitstests wir Dir empfehlen können, kannst Du in dem ergänzen Beitrag „Welcher Persönlichkeitstest…“ nachlesen.

 

 

Quellen:
https://www.dgfp.de/hr-wiki/Pers%C3%B6nlichkeitstests_unter_der_Lupe.pdf
http://www.empathie-lernen.de/persoenlichkeitsmodelle
https://www.zeitzuleben.de/psyche-auf-dem-prufstand-personlichkeitstests/
https://de.wikipedia.org/wiki/Typenlehre
Birkenbiehl, V. F. (1993), Vortrag über pragmatische Esoterik:
https://www.youtube.com/watch?v=c_1-nbfRzO0&list=PLr6JO2V25yUtOJuS-taIpqIqh03GtrJ2v
Schmidt-Atzert, L./Amelang, M (2012), Psychologische Diagnostik, Heidelberg:
https://www.amazon.de/gp/product/3642170005/ref=as_li_tl?ie=UTF8&tag=brb05-21&camp=1638&creative=6742&linkCode=as2&creativeASIN=3642170005&linkId=385389409c0f2aae9d8bb06b910803d0*
Hossiep, R./Mühlhaus, O. (2005), Personalauswahl und -entwicklung mit Persönlichkeitstests, Göttingen:
https://www.amazon.de/gp/product/3801723585/ref=as_li_tl?ie=UTF8&tag=brb05-21&camp=1638&creative=6742&linkCode=as2&creativeASIN=3801723585&linkId=59da6ba342679150bafc74e544a12d1b*

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