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1. Juni 2019
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Der Myers-Briggs-Typen-Indikator

Von Daniel am 15.06.2019

Der MBTI (Myers-Briggs-Typen-Indikator) ist in den USA in Unternehmen einer der am häufigsten eingesetzten Persönlichkeitstests. Das Ergebnis ordnet die Testperson einer von 16 Persönlichkeitstypen zu. In den deutschsprachigen Ländern findet dieser Test durchaus auch Anwendung. Hierzulande aber hauptsächlich zur reinen Persönlichkeits- bzw Potenzialanalyse und weniger im wirtschaftlichen Segment. Das liegt daran, dass dieser Test wissenschaftlich sehr umstritten ist. Wie bei allen anderen Persönlichkeitstests auch, sind wir der Meinung, dass jeder dieser Tests einen Mehrwert bietet, solange man das Ergebnis kritisch betrachtet. Nachstehend kannst Du erfahren, wie der Test aufgebaut ist und welche Vor- und Nachteile er bietet.

Einführung und die 16 Persönlichkeitstypen

Die Basis des MBTI bietet, wie bei vielen andere Persönlichkeitstests auch, die Typenlehre von C. G. Jung (siehe hierzu auch „Welche Persönlichkeitstests gibt es?“). Der MBTI stellt im Prinzip einen Test dar, mit dem die nach Jung definierten Persönlichkeitstypen ermittelt werden können. Entwickelt wurde der Test von I. Myers und ihrer Mutter K. Briggs. Hieraus ergibt sich auch die Abkürzung MBTI, welche für Myers-Briggs-Typenindikator steht.

Dabei ergeben sich aus vier Persönlichkeitspräferenzen, mit jeweils gegenteiligen Persönlichkeitsbeschreibungen, zunächst acht Charaktere:

  • E=Extraversion ↔ I=Introversion
  • S=Sensing ↔ I=Intuition
  • T=Thinking ↔ F=Feeling
  • J=Judgement ↔ P=Perception

Schlüsselt man diese 8 Charaktere jetzt in einer Tabelle so auf, dass jede Kombination einmal vorkommt, so ergeben sich insgesamt 16 Persönlichkeitstypen (4×4):


https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/1/1f/MyersBriggsTypes.png

Das Schöne an dem Test ist, dass er sehr „unterhaltsam“ ist. Man wird einem bestimmten Persönlichkeitstyp zugewiesen und bekommt als Ergebnis eine ausführliche Persönlichkeitsbeschreibung. Die Ergebnisse könne helfen sich selber, aber vor allem auch andere besser zu verstehen. Es kann deshalb Sinn machen den Test auch einen Freund oder Partner durchführen zu lassen und gemeinsam über die Ergebnisse zu reden.
Dies ist gleichzeitig auch als Kritikpunkt zu sehen, denn niemand kann nur einem Persönlichkeitstyp dieser 16 zuordenbar sein. Das heißt, dass jeder Mensch aus einer Mischung verschiedener Persönlichkeitstypen besteht. Das Ergebnis zeigt uns also nur den Persönlichkeitstyp, dem wir nach diesem Test am ehesten entsprechen. Darüber hinaus hat jeder aber auch Überschneidungen mit den meisten anderen der Persönlichkeitstypen.
Der zweite Kritikpunkt ist, dass die Theorie von Jung bereits seit vielen Jahren überholt ist. Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass wir nicht vier, sondern fünf Persönlichkeitstypen entsprechen. Auf dieser Erkenntnis basiert der etwas aktuellere  Big-Five und seine Abwandlungen, die Du unserer Übersichtsgrafik der Persönlichkeitstests entnehmen kannst.

Unser Fazit und ein Tipp zum MBTI

Wie bereits erwähnt ist es trotz aller Kritik sehr interessant, diesen Test durchzuführen. In unserem Artikel „Welchen Persönlichkeitstest soll ich machen?“, haben wir den MBTI insbesondere für die bessere Kommunikation empfohlen. Der Test ist also besonders gewinnbringend, wenn Du ihn zusammen mit deinen WG-Mitbewohnern, deinem Partner oder deinen Freunden durchführst. Das kann euch helfen, euch in bestimmten Situationen besser zu verstehen.
Wir empfehlen Dir aber in jedem Falle den kostenlosen und erweiterten Kersington-Typenindikator. Hierzu gibt es im Internet zahlreiche kostenlose Online-Persönlichkeitstests, die für eine erste Erkenntnis über Dein Persönlichkeitsprofil absolut ausreichend sind. Wir haben beide mehrere Onlinetests durchgeführt und können Dir diesen hier weiterempfehlen: http://charaktertest.net/persoenlichkeitstest/

Der Test ist sehr unkompliziert und kann ohne Anmeldung etc. direkt und innerhalb von ca. 5 min durchgeführt werden. Die Webseite ist von einem Webdesigner während seines Studiums gebastelt worden und ohne Werbung und sonstigen Schnickschnack. Wie immer gilt: Das Ergebnis nicht allzu ernst nehmen und sich nicht täuschen lassen (siehe hierzu auch unseren Artikel über psychologische Täuschungseffekte).

Wenn Du den Test interessant findest und Du mehr erfahren willst, dann können wir Dir das Buch „So bin ich eben!“* von Stefanie Stahl mit einem ausführlicheren Persönlichkeitstest empfehlen. Das Buch beschreibt die einzelnen Persönlichkeiten sehr gut und ausführlich. Wir haben beide den darin enthaltenen Test durchgeführt und empfanden die Ergebnisse als sehr gewinnbringend. Da das Buch kein wissenschaftliches Buch ist, liest es sich sehr leicht und unterhaltsam. Besonders hilfreich fanden wir, dass man bei diesem Test nicht nur genau einem Typ entspricht. Vielmehr bekommt man hier als Ergebnis eine gewichtete Ausprägung der verschiedenen Charaktereigenschaften. Das hilft einem, einschätzen zu können, wie stark man dem zugewiesenen Typus entspricht und welche weiterhin zu einem passen. Aus den zwei bis drei am meisten ausgeprägten Typen kann man sich dann seinen „Mischtyp“ zusammenstellen. Damit wäre dann der erste, der beiden oben genannten Kritikpunkte relativiert.

Quellen:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:MyersBriggsTypes.png
http://www.myersbriggs.org/my-mbti-personality-type/mbti-basics/home.htm?bhcp=1
So bin ich eben! Meine persönliche Gebrauchsanweisung mit Persönlichkeitest – Stefanie Stahl:
https://www.amazon.de/gp/product/3831906734/ref=as_li_tl?ie=UTF8&tag=brb05-21&camp=1638&creative=6742&linkCode=as2&creativeASIN=3831906734&linkId=ba837f1cc15fb36671c2bc005cf826b2*

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