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Lebenslanges Lernen – Wie Du Dir neues Wissen auch langfristig behalten kannst

Von Daniel am 21.07.2018

 

„Lernen ist wie Rudern gegen den Strom – Hört man damit auf, treibt man zurück“ – Laotse

Der chinesische Philosoph Laotse hat die Notwendigkeit des lebenslangen Lernens schon im sechsten Jahrhundert vor dem Beginn unserer Zeitrechnung erkannt. In der heutigen schnelllebigen Zeit trifft dies, insbesondere durch die Digitalisierung, umso mehr zu. Es gilt also: Ständiges Lernen, vor allem natürlich für Schüler und Studenten, aber auch im hohen Alter, um im Wandel der Zeit nicht „zurückzutreiben“. Jetzt stellst Du Dir vielleicht die Frage: Wie lerne ich am besten und wie merke ich mir das gelernte Wissen auch langfristig? Wir haben im Folgenden vier Schritte aufgestellt, wie Du effizient, effektiv und vor allem langfristig Wissen aufnehmen kannst.

 

Grundlage

Finde Deinen Lerntyp:
Es ist wichtig zu wissen, dass jeder unterschiedlich schnell lernt und jeder die für ihn passende Lernmethode finden muss, mit welcher er das Wissen besonders gut aufnehmen kann. Es stimmt allerdings nicht, dass sich die Wissensaufnahme in Bezug auf bildliches Sehen, Hören, Lesen oder Sprechen bei jeder Person durch „Sinnesvorlieben“ unterscheidet. Dieser Mythos wird von neueren Studien wiederlegt (siehe Quellen). Klar bleibt aber dennoch, dass Du mit einer Kombination der Wissensaufnahme über verschiedene Sinne den Lerneffekt verstärken kannst.

Schaffe Dir eine Lernumgebung:
Eine weitere wichtige Grundlage ist, Dir eine gute Atmosphäre beziehungsweise Lernumgebung zu schaffen. Du solltest Dich wohl fühlen und nicht abgelenkt werden. Das Smartphone und alles andere, was Dich ablenken kann, solltest Du dringend ausschalten und am besten für die Lernzeit aus deiner Umgebung verbannen. Hierzu gibt es genügend Studien, welche die enorme Ablenkung durch Medien, insbesondere durch das Smartphone, beweisen (siehe Quellen).

 

Vorbereitung

Motiviere Dich:
Alleine, da Du gerade diesen Artikel liest, kann davon ausgegangen werden, dass Du über ausreichend Motivation verfügst, auch tatsächlich etwas zu lernen. Dennoch hilft es, wenn Du Deine Motivation und Dein Verlangen, Dir das Wissen anzueignen, zumindest aufrechterhältst und noch besser, sogar weiter steigerst. Das gelingt Dir, wenn Du Dir bewusstmachst, warum Du lernst und wie Dich das Gelernte weiterbringen kann. Umso mehr Gründe Du dafür findest, desto einfacher kannst du Dich motivieren. Der erste Schritt hierzu ist die Zieldefinition und weiter hilft es, das Lernen als etwas Positives anzuerkennen und Spaß daran zu finden. Am meisten motiviert ist man natürlich, wenn man sich mit Themen beschäftigt, die einen interessieren. Das klappt leider, insbesondere in der Schule und im Studium, nicht immer. Hier kann es helfen, wenn man sich dennoch versucht, mit dem Thema auseinander zu setzen. Alles kann interessant sein, wenn man es nur richtig aufbereitet bzw. aus dem richtigen Blickwinkel betrachtet. Wenn das Deiner Meinung nach Dein Lehrer oder Dein Chef nicht gemacht hat, dann mach Du es. Unterstützen kannst Du das zudem, wenn Du mit jemandem zusammen oder im Team lernst.

Definiere Dein Ziel:
Wie vorstehend schon erwähnt, brauchst du ein festes Ziel, um Deine Motivation aufrecht erhalten zu können. Dies sollte möglichst realistisch und an Deine Situation und Fähigkeiten angepasst sein. Am besten klappt das, indem Du Dein Ziel mit der SMART-Methode definierst. S.M.A.R.T. steht für Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert. Ein Beispiel hierfür wäre: Ich werde bis zum Ende dieses Jahres (T) das Buch „Denke nach und werde reich“ von Napoleon Hill (A, S) vollständig gelesen und mir eine einseitige Zusammenfassung (R) davon erstellt haben, welche ich mir dann übers Bett hänge (M). Hier kann es, besonders bei langfristigen Zielen, durchaus Sinn ergeben, sich kleinere Zwischenziele zu setzen.

 

Die vier Schritte zur Durchführung langfristigen Lernens

  1. Schaffe Dir einen Überblick und gliedere den Inhalt:
    Besonders bei großen Themen ist es sinnvoll, Dir eine Struktur zu schaffen und das Thema zu gliedern. Am besten machst Du Dir vorab ein Inhaltsverzeichnis, an dem Du Dich ständig orientieren kannst. Bevor Du los liest, solltest Du Dich vorher mit der Struktur z.B. des Buches auseinandersetzen. Lies das Inhaltsverzeichnis und vielleicht von jedem Kapitel den ersten und letzten Absatz. So hast Du bereits vorher eine grobe Struktur und die Informationen lassen sich einfacher merken. Du kannst Dir dadurch auch vorher Fragen aufschreiben, die Du Dir zu dem Thema stellst. Auch dieser Tipp Dir hilft Dir, das Thema besser zu verinnerlichen. Beim Durchlesen kannst Du Post-Its an wichtigen Stellen einkleben bzw. im PDF-Reader Lesezeichen setzen und wichtige Textstellen markieren. So kannst Du zu einem späteren Zeitpunkt immer wieder relevante Stellen nachschauen und Dich daran orientieren.
  2. Fasse zusammen:
    Fülle jetzt Deine Gliederung bzw. Dein Inhaltsverzeichnis mit Inhalt, indem du das wichtigste bzw. alles Relevante zusammenfasst. Hierzu kann es Dir auch helfen, das Wissen auf Karteikarten zu schreiben und mit diesen zu lernen. Studien belegen, dass vor allem Zusammenhänge in handschriftlichen Zusammenfassungen deutlich besser aufgenommen werden als nur am PC abgetippt (siehe Quellen). Ähnlich gut wie Papier funktioniert auch ein Tablet, auf dem du händisch schreibst. Dies liegt daran, dass man sich durch handschriftliche Zusammenfassungen mehr mit dem Thema auseinandersetzt und nicht Gefahr läuft, dass man in Trance gerät und es „gedankenlos“ abtippt.
  3. Nutze alle Deine Sinne:
    Wie vorstehend schon erwähnt, hilft es jedem Menschen, Wissen über mehrere Sinne aufzunehmen (siehe Quelle). Um die Inhalte zu hören kannst Du Dir Deine Zusammenfassung auf eine Sprachmemo aufnehmen und Dir dann vorspielen lassen. Um es zu visualisieren helfen Dir Schaubilder, Zeichnungen, Mind-Maps und KAWAs. Am meisten hilft Dir das natürlich wieder, wenn Du diese selber erstellst und Dich damit auseinandersetzt. Hier ein Beispiel zu diesem Blogeintrag:Wie Du bei dem Bild siehst, muss Deine Grafik nicht schön und auch nicht für jeden nachvollziehbar sein. Wichtig ist, dass die Grafik für Dich nachvollziehbar ist und Du sie gut in deinem Kopf abspeichern kannst. Gute Methoden hierfür sind außerdem die „Loci-Methode“ oder der „Gedächtnispalast“. Diese basieren beide auf der „Memotechnik“, wobei Du Dir das Wissen mit Ereignissen oder Bildern in einer von Dir beliebig ausgedachten Geschichte verknüpfst und danach wieder abrufen kannst.
  4. Kontrolliere und hinterfrage Dich:
    Hinterfrage Dich selbst, ob Du das Dir vorgenommene Ziel auch erreicht hast und stelle Dir allgemeine Verständnisfragen. Wenn Du für eine Prüfung lernen musst, dann überlege Dir Fragen, die der Professor fragen könnte. Stellst Du jetzt fest, dass Du etwas doch noch nicht ganz verstanden hast oder etwas fehlt, dann beginne wieder beim ersten Schritt „Inhaltsgliederung“ und überarbeite Dein Thema.

 

Nachbereitung

Deutlich vertiefen kannst Du das Wissen jetzt, wenn Du Dir deine Zusammenfassung immer wieder vor Augen führst. Wenn Du ein Buch hast, dass dich besonders fasziniert und dessen Inhalt Du verinnerlichen willst, machst Du am besten ein Schaubild daraus und hängst es Dir in Dein Zimmer, dass Du immer wieder daran erinnerst wirst.

Da Wissen begrenzt ist und Du – ob Du willst oder nicht – wieder einen Teil Deines Gelernten vergessen wirst, ist es unabdingbar, Dein Wissen zu speichern. Natürlich kannst Du das Wissen später auch einfach wieder im Internet suchen, Du wirst Dich aber mit dem Dir selbst erarbeiteten Wissen immer besser und schneller wieder zurechtfinden als mit „fremden“. Außerdem ist es oft auch schwierig, insbesondere spezifisches Wissen im Internet wieder zu finden. Besonders bei einer größeren Wissensansammlung solltest Du persönliches Wissensmanagement betreiben um Dein Wissen auch schnell wieder finden zu können, wenn Du es brauchst.

 

Fazit und Buchtipps

Wie Laotse prophezeit hat, ist es einfach unmöglich, auf dem Laufenden zu bleiben, ohne ständig zu lernen und sich weiterzubilden. Die aufgeführten Methoden sollten Dir helfen, möglichst effektiv und langfristig zu lernen. Es gibt darüber hinaus natürlich noch viele weitere Methoden, die Dich dabei unterstützen können. Wir empfehlen Dir, die vier Schritte zum langfristigen Lernen als Grundlage zu nehmen und diesen Zyklus dann mit der Zeit auf Dich abzustimmen und zu perfektionieren.

Wenn du mehr Methoden und Strategien erfahren möchtest, dann können wir Dir das Buch „Lernen zu lernen“* vom Springer Verlag empfehlen. Der Vorteil ist, dass Du es mit einem Springerlink downloaden kannst, welcher Dir – je nachdem wo du arbeitest oder studierst – vielleicht kostenlos zur Verfügung steht. Das unserer Meinung nach beste Buch zu gehirngerechtem Lernen ist „Trotzdem lernen: lernen lernen“* von Vera F. Birkenbihl. Speziell um Prüfungs- und Lernmethoden für Schule und Studium geht es in „Bestnote“* von Martin Krengel.

 

 

Quellen:
Ablenkung durch Smartphone:
https://www.journals.uchicago.edu/doi/full/10.1086/691462
Mythos des typengerechten Lernens:
https://www.psychologie-heute.de/news/emotion-kognition/detailansicht/news/der_mythos_vom_typengerechten_lernen/
Verbesserte Wissensaufnahme durch händisches aufschrieben:
https://www.heise.de/newsticker/meldung/Besser-lernen-mit-Stift-statt-Tastatur-2182057.html
Verbesserte Wissensaufnahme durch Visualisierung:
https://www.mpg.de/8930937/vokabel-lernen-gesten

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