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Die Big Five Typenlehre

Von Alexander am 30.06.2018

 

Der Big Five Persönlichkeitstest ist der wissenschaftlich anerkannteste aller Persönlichkeitstests. Er wurde seit seiner Entstehung durch hunderte von Studien verifiziert und dient für viele weiterführende Tests als Basis. In diesem kurzen Beitrag erfährst Du, wie der Big Five entwickelt wurde, was er beinhaltet und wie er Dir weiterhelfen kann.

Zusätzlich geben wir Dir Tipps, wo Du im Internet einen seriösen Test kostenlos machen kannst. Da der Big Five so weit verbreitet ist, findest Du im Internet sehr schnell ausreichende Informationen und wir gehen hier nur kurz und knapp darauf ein.

 

Entstehung

Der Big Five wurde mit einer sehr kreativen Herangehensweise entwickelt, die sich von allen anderen Persönlichkeitstests abhebt. Wie Du durch unsere anderen Beiträge über Persönlichkeitstests weißt, ist die Grundlage meistens ein psychologisches Model oder eine Theorie über die Psyche des Menschen. Für die Big Five wurde dagegen eine andere Herangehensweise angewendet.

In den 1930 sind amerikanische Wissenschaftler davon ausgegangen, dass alle grundlegenden Persönlichkeitsmerkmale eines Menschen bereits im Wortschatz vorhanden sind, also nur noch ermittelt werden müssen.

Ausgehend von diesem Ansatz (lexikalischer Ansatz genannt) wurden alle Wörter, die ein Persönlichkeitsmerkmal beschreiben, aus dem Wörterbuch herausgefiltert. Es entstand eine Liste mit tausenden von Wörtern. Diese wurde dann immer weiter reduziert, so dass alle Wörter die das gleiche Merkmal beschreiben zusammengefasst oder weggestrichen wurden. Am Ende blieben fünf unabhängige Begriffe übrig – die fünf Achsen des Big Five.  Diese fünf Achsen stellen dabei die oberste Kategorie dar und jede Achse verfügt noch über sechs Unterkategorien. Somit ergeben sich insgesamt 30 Subkategorien, die in fünf Oberkategorien eingeteilt sind.

 

Welches sind die großen Fünf?

Im Gegensatz zu anderen Tests kategorisiert der Big Five Deine Persönlichkeit nicht in nur einen Typ, sondern gibt Dir an wie stark die einzelnen Kategorien bei Dir ausgeprägt sind. Deine Persönlichkeit ist also eine Mischung aus allen Kategorien. Je nach Quelle können die Bezeichnungen der einzelnen Kategorien abweichen, gemeint sind allerdings stets die nachfolgend aufgeführten 5 Kategorien:

Offenheit

In der Kategorie Offenheit geht es darum, wie aufgeschlossen Du neuen Dingen gegenüber stehst. Menschen, die aufgeschlossen sind, interessieren sich für viele unterschiedliche Gebiete.

Subtypen: Fantasie, Ästhetik, Emotionalität, Neugier, Intellektualismus, Liberalismus

Gewissenhaftigkeit

Bei der Gewissenhaftigkeit geht es darum, wie zuverlässig, wie geordnet und methodisch Du vorgehst.  Eigenschaften wie Selbstkontrolle und Disziplin spielen hier auch eine Rolle.

Subtypen: Kompetenz, Ordnung, Pflichtbewusstsein, Leistungsstreben, Selbstdisziplin, Sorgfalt

Extraversion

Die Achse Extraversion beschreibt, ob Du tendenziell eher extrovertiert oder introvertiert bist. Vereinfacht gesagt schöpfen extrovertierte Menschen Energie und Kraft aus der Interaktion mit anderen Menschen und introvertierte Menschen aus sich selbst heraus.

Subtypen: Freundlichkeit, Geselligkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Aktivität, Risikofreude, Heiterkeit

Verträglichkeit

Menschen mit einer hohen Verträglichkeit nehmen häufig Rücksicht auf andere und stellen Beziehungen in den Vordergrund. Sie zeichnen sich durch freundliche und höfliche Umgangsformen, sowie einer großen Hilfsbereitschaft aus.

Subtypen: Vertrauen, Moral, Altruismus, Entgegenkommen, Bescheidenheit, Mitgefühl

Neurotizismus

Neurotizismus bezeichnet emotionale Instabilität und negative Emotionen, sowie Denkweisen. Das Gegenteil von Neurotizismus ist emotionale Stabilität. Menschen mit einem niedrigen Neurotizismus Wert sind stabil, beharrlich und schwer aus der Ruhe zu bringen, sie können gut mit Stress umgehen.

Subtypen: Besorgtheit, Erregbarkeit, Pessimismus, Befangenheit, Impulsivität, Vulnerabilität

 

Was bringt dir der Big Five?

Der Big Five bringt Dir, wie alle Persönlichkeitstests, einen Einblick in Deine Persönlichkeit. Somit kann er Dir dabei helfen Dich selbst zu reflektieren und besser zu verstehen. Durch die hohe Wissenschaftlichkeit und die große Anzahl an Testergebnissen besitzt er auch eine hohe Vergleichbarkeit. Du kannst Tests im Internet durchführen, die Dir zusätzlich zu deinem Ergebnis auch noch anzeigen, wie die anderen abgeschnitten haben, welche den Test ebenfalls durchgeführt haben. So kannst Du vergleichen, wie stark deine Persönlichkeitsausprägungen von den anderen abweichen. Dafür können wir dir den folgenden kostenlosen Online-Test empfehlen:  https://www.psychomeda.de/online-tests/

Die kostenlosen online Tests fragen nur die 5 Oberkategorien ab. Der ausführliche Test, der alle 30 Subtypen erfassen, ist kostenpflichtig und schwer zugänglich.

Außerdem kann Dir der Big Five Sicherheit für ein anstehendes Bewerbungsverfahren geben. Denn hier wird häufig auf den Big Five zurückgegriffen. Es gibt auch Anbieter, die speziell auf das Arbeitsleben und Teambildung spezialisierte Test anbieten (mehr dazu hier: http://www.i-p-p-m.de/Das_Big-Five_Modell.pdf)

 

Unser Fazit

Wenn Dich das ganze Thema Persönlichkeitstests interessiert, dann solltest Du auf jeden Fall mal einen Big Five Test machen. Durch seine Fundiertheit, dient er Dir sehr gut als persönliche Reflektion. Er kann Dir darüber hinaus auch beruflich weiter helfen. Denn zum einen kann es sein, dass Du aufgefordert wirst Dich selbst zu beschreiben und zum anderen fordern immer häufiger  Unternehmen, während eines Einstellungsverfahrens die Durchführung eines Persönlichkeitstests.
Es lohnt sich auch diesen Test in größeren Abständen immer mal wieder zu machen. So siehst Du, was sich an deiner Persönlichkeit verändert hat. Ich persönlich habe meinen ersten Big Five Test vor ca. 10 Jahren gemacht und aufgrund dieses Beitrags nochmals. Es war für mich sehr interessant zu sehen, in welche Richtung ich mich verändert habe.

Solltest Du Dich näher mit dem „Big Five“ beschäftigen wollen, so können wir Dir das Buch „Big Five – Sich selbst und andere erkennen“* von Thomas Saum-Aldehoff empfehlen. Das ist ein gutes Grundlagen- und Praxisbuch, welches deshalb auch als Quelle dieses Beitrags gedient hat.

Wenn Du weitere Tests suchst, die Dir aktiv bei Deiner Persönlichkeitsentwicklung helfen, dann können wir Dir auch noch andere Tests wie z.B. den Enneagramm-Typentest empfehlen. Dazu kannst Du Dir unsere beiden Beiträge „Eine Einführung in die Enneagramm-Typenlehre“ und „Zusätzliche Erkenntnisse aus der Enneagramm-Typenlehre“ durchlesen. Einen allgemeinen Überblick über alle relevanten Persönlichkeitstests findest Du ebenfalls auf unserem Blog.

 

 

Quellen:
Big Five – Sich selbst und andere erkennen – Thomas Saum-Aldehoff:
https://www.amazon.de/gp/product/3843601941/ref=as_li_tl?ie=UTF8&tag=brb05-21&camp=1638&creative=6742&linkCode=as2&creativeASIN=3843601941&linkId=abfd353461ffcc70e052fba3f166cc31*
https://big-five.plakos.de/
https://www.123test.de/
http://www.i-p-p-m.de/Das_Big-Five_Modell.pdf
https://www.big-five-modell.de/big-five-persoenlichkeitsmodell/

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